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Hydrophobierung: Was ist das und wie funktioniert sie?

Was ist eine Hydrophobierung und warum ist sie wichtig?
Feuchte Wände gehören zu den häufigsten Problemen in belgischen und niederländischen Wohnhäusern. Regenwasser, das durch die Fassade eindringt, kann mit der Zeit erhebliche Schäden verursachen. Nicht nur am Mauerwerk selbst, sondern auch an der Innenausstattung und sogar an der Gesundheit. Glücklicherweise gibt es eine wirksame Lösung: eine Hydrophobierungsbehandlung, auch Fassadenimprägnierung genannt.
Hydrophobierung ist eigentlich ein Sammelbegriff für wasserabweisende Mittel, die auf die Fassade aufgetragen werden. Das Wort stammt aus dem Französischen: „hydro“ bedeutet Wasser und „fuge“ bedeutet fliehen oder abweisen. Es handelt sich also buchstäblich um ein Produkt, das Wasser abweist. Durch die Behandlung der Fassade mit einer Hydrophobierung wird die Außenwand wasserabweisend, ohne die natürliche Atmungsfähigkeit des Mauerwerks zu blockieren.
Das Prinzip ist einfach, aber effektiv. Die Hydrophobierung dringt in die Poren der Fassade ein und bildet dort eine unsichtbare Schutzschicht. Wasser kann nicht mehr eindringen, Wasserdampf kann jedoch weiterhin nach außen entweichen. Das ist entscheidend, denn wenn Feuchtigkeit nicht verdunsten kann, entstehen gerade Probleme. Eine gute Hydrophobierungsbehandlung schützt also und lässt das Mauerwerk gleichzeitig atmen.
Wann ist eine Hydrophobierung notwendig?
Nicht jede Fassade benötigt sofort eine Hydrophobierung. Es gibt jedoch klare Anzeichen, die darauf hinweisen, dass eine Behandlung sinnvoll ist. Das erste Anzeichen ist, dass sich die Wand nach Regen dunkel verfärbt. Eine gesunde, wasserabweisende Fassade trocknet schnell. Wenn bestimmte Bereiche lange feucht bleiben, zieht Wasser in das Mauerwerk ein.

Ein weiteres Anzeichen ist grüner Belag auf der Fassade. Algen, Moos und Flechten wachsen vor allem an Stellen, an denen die Wand häufig feucht ist. Das ist nicht nur unschön, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die schützende Schicht der Fassade nicht mehr richtig funktioniert. Die Mikroorganismen halten Feuchtigkeit fest, was das Problem weiter verschärft.
Im Innenbereich zeigen sich die Folgen häufig durch Feuchtigkeitsflecken an den Innenwänden, insbesondere an Außenwänden. Manchmal treten auch Salzausblühungen auf oder die Tapete beginnt sich zu lösen. Das sind Anzeichen dafür, dass Wasser durch die Fassade eindringt. Dann ist es wirklich Zeit zu handeln.
In älteren Wohnhäusern ist eine Hydrophobierungsbehandlung oft besonders wichtig. Der natürliche Schutz des Mauerwerks nimmt im Laufe der Zeit ab. Nach 15 bis 20 Jahren ist die ursprüngliche Wasserabweisung vieler Fassaden weitgehend verloren gegangen. Vor allem Fassaden, die nach Westen oder Süden ausgerichtet sind und viel Regen und Wind ausgesetzt sind, sind hiervon betroffen.
Durchschlagende Feuchtigkeit versus aufsteigende Feuchtigkeit
Es ist wichtig zu wissen, dass eine Hydrophobierung ausschließlich gegen durchschlagende Feuchtigkeit hilft. Dabei handelt es sich um Feuchtigkeit, die horizontal durch die Fassade eindringt, meist durch Regen. Aufsteigende Feuchtigkeit hingegen steigt vertikal aus dem Erdreich nach oben. Dafür ist eine andere Lösung erforderlich, nämlich eine Mauerwerksinjektion.
Woran erkennt man, welche Art von Feuchtigkeit vorliegt? Durchschlagende Feuchtigkeit tritt vor allem an Stellen auf, an denen Regen direkt auf die Fassade trifft. Das sind meist stark bewitterte Außenwände. Die Feuchtigkeitsflecken sind dabei unregelmäßig über die Wand verteilt. Aufsteigende Feuchtigkeit hingegen zeigt sich immer im unteren Bereich der Wand, bis etwa einen Meter Höhe, mit einer typischen wellenförmigen Oberkante.
Wie funktioniert eine Hydrophobierung genau?
Die Wirkung einer Hydrophobierung basiert auf dem hydrophoben Effekt. Das Produkt enthält Wirkstoffe, meist Silikone oder Siloxane, die eine starke Abneigung gegen Wasser haben. Wenn Sie eine Hydrophobierung auf die Fassade auftragen, dringen diese Stoffe tief in die Poren des Mauerwerks ein.


Dort bilden sie eine mikroskopisch dünne Schicht, die die Oberfläche wasserabweisend macht. Man kann dies mit einer Wachsschicht auf einem Auto vergleichen. Wassertropfen bleiben als kleine Kügelchen auf der Oberfläche liegen und rollen ab, anstatt aufgenommen zu werden.
Das Besondere daran ist, dass diese Schicht zwar Wasser abhält, Wasserdampf jedoch durchlässt. Die Moleküle von flüssigem Wasser sind deutlich größer als die von Wasserdampf. Die Poren der Schutzschicht sind groß genug für Dampf, aber zu klein für Wassertropfen. So bleibt die Wand diffusionsoffen und Feuchtigkeit aus dem Inneren kann weiterhin verdunsten.
Es gibt verschiedene Arten von Hydrophobierungsprodukten. Zum einen wasserbasierte, zum anderen lösungsmittelbasierte Produkte. Wasserbasierte Hydrophobierungen sind umweltfreundlicher und nahezu geruchlos, dringen jedoch manchmal weniger tief ein. Lösungsmittelhaltige Hydrophobierungen penetrieren tiefer und wirken oft etwas länger, erfordern jedoch während der Anwendung eine gute Belüftung.
Für welche Fassaden ist eine Hydrophobierung geeignet?
Eine Hydrophobierung eignet sich für nahezu alle porösen Fassadenmaterialien. Dazu zählen Ziegel, Kalksandstein, Naturstein, Beton und Mörtel. Auch auf Fassadenputz und Strukturputz kann sie angewendet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das Material porös ist, also über kleine Öffnungen verfügt, in die das Produkt eindringen kann.
Auf glatten Oberflächen wie Glas, Kunststoff oder glasierten Fliesen ist eine Hydrophobierung nicht sinnvoll. Dort sind die Poren zu klein oder nicht vorhanden, sodass das Produkt nicht haften kann. Auch auf Fassaden, die bereits mit einer deckenden Farbe gestrichen wurden, wirkt eine Hydrophobierung nicht gut. Die Farbschicht blockiert die Poren.
Geeignet sind hingegen Fassaden mit Silikatfarbe oder mineralischen Farben. Diese sind diffusionsoffen und lassen das Hydrophobierungsmittel durch. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Fassade geeignet ist, können Sie einen einfachen Test durchführen. Gießen Sie etwas Wasser gegen die Wand. Wird das Wasser aufgenommen und verfärbt sich die Wand dunkel, ist eine Imprägnierung sinnvoll. Perlt das Wasser ab, verfügt die Fassade bereits über ausreichenden Schutz.
Neubau versus Sanierung
Bei Neubauten ist eine Hydrophobierung oft nicht sofort erforderlich. Neues Mauerwerk besitzt zunächst noch seine natürliche Schutzwirkung. Nach etwa fünf Jahren kann eine präventive Hydrophobierung jedoch sinnvoll sein, insbesondere bei Fassaden, die stark der Witterung ausgesetzt sind.
Bei einer Sanierung ist eine Hydrophobierung häufig direkt notwendig. Wurde eine Fassade neu verfugt oder instand gesetzt, ist der natürliche Schutz weitgehend verloren. In diesem Fall ist eine Hydrophobierung nahezu unverzichtbar, um die Fassade wieder wasserabweisend zu machen. Warten Sie jedoch einige Wochen nach den Fugenarbeiten, bevor Sie imprägnieren, damit der Mörtel vollständig aushärten kann.
Selbst auftragen oder einen Fachbetrieb beauftragen?
Das Auftragen einer Hydrophobierung ist nicht besonders kompliziert, erfordert jedoch Sorgfalt. Für kleinere Flächen, wie eine Gartenmauer oder einen Zaun, lässt sich die Behandlung gut selbst durchführen. Bei einer kompletten Fassade ist es oft sinnvoller, einen professionellen Fachbetrieb zu beauftragen.
Der größte Vorteil der Eigenleistung liegt in der Kostenersparnis. Das Produkt selbst ist vergleichsweise günstig, und mit einem Sprühgerät oder einer Farbrolle ist die Arbeit meist zügig erledigt. Allerdings müssen Arbeiten in der Höhe sicher durchgeführt werden, und die Technik sollte beherrscht werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Ein Fachbetrieb verfügt über die passende Ausrüstung, etwa eine Niederdruckspritze, mit der das Produkt gleichmäßig aufgetragen wird. Zudem bringt ein Profi Erfahrung bei der Bestimmung der richtigen Produktmenge und der Auswahl des passenden Hydrophobierungsmittels für den jeweiligen Fassadentyp mit. Darüber hinaus bieten Fachbetriebe häufig eine Garantie auf die ausgeführten Arbeiten.
Die Kosten für einen professionellen Fachbetrieb liegen zwischen 8 und 15 Euro pro Quadratmeter, abhängig von Höhe, Zugänglichkeit und Art der Fassade. Für ein durchschnittliches Reihenhaus mit einer Fassadenfläche von etwa 80 Quadratmetern ergeben sich Kosten zwischen 640 und 1.200 Euro. Wenn Sie die Hydrophobierung selbst durchführen, liegen die Materialkosten bei etwa 200 bis 300 Euro.
Schritt für Schritt: Hydrophobierung auftragen
Schritt 1: Die Fassade vorbereiten
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Beginnen Sie mit der Reinigung der Fassade. Entfernen Sie Moos, Algen und Verschmutzungen mit einem Hochdruckreiniger. Stellen Sie den Druck nicht zu hoch ein, da Sie die Fugen nicht beschädigen möchten. Ein Druck von etwa 80 bis 100 bar ist für die meisten Fassaden ausreichend.


Lassen Sie die Fassade nach der Reinigung mindestens eine Woche trocknen. Das Auftragen einer Hydrophobierung auf eine feuchte Fassade ist wenig sinnvoll. Das Produkt kann dann nicht richtig eindringen und bleibt an der Oberfläche. Prüfen Sie mit einem Feuchtemessgerät, ob die Fassade trocken genug ist. Werte unter 20 Prozent sind ideal.
Überprüfen Sie auch die Fugen. Beschädigte oder hohle Fugen müssen zuerst ausgebessert werden. Wenn Sie eine Hydrophobierung über mangelhafte Fugen auftragen, scheint das Problem zunächst gelöst, tritt jedoch nach einiger Zeit erneut auf. Beheben Sie daher zunächst alle Schäden, bevor Sie die Fassade imprägnieren.
Schritt 2: Das richtige Produkt wählen
Es gibt verschiedene Arten von Hydrophobierungsprodukten. Für standardmäßige Ziegelfassaden empfiehlt sich ein siloxanbasiertes Produkt. Dieses dringt tief ein und bietet einen langanhaltenden Schutz. Für Natursteinfassaden sollten Sie hingegen ein spezielles Naturstein-Imprägniermittel verwenden, da dieses die natürliche Farbe des Steins erhält.
Achten Sie auf den Verbrauch. Dieser ist stets auf der Verpackung angegeben und liegt in der Regel zwischen 150 Gramm pro Quadratmeter für glatte Fassaden und bis zu 500 Gramm pro Quadratmeter für sehr poröse Materialien. Messen Sie Ihre Fassade genau aus und berechnen Sie den benötigten Materialbedarf. Kaufen Sie im Zweifel lieber etwas mehr als zu wenig.
Schritt 3: Das Produkt auftragen
Sie können eine Hydrophobierung mit einem Pinsel, einer Rolle oder einem Sprühgerät auftragen. Für größere Flächen ist eine Niederdruckspritze am praktischsten. Sie verteilt das Produkt gleichmäßig und Sie arbeiten deutlich schneller. Tragen Sie unbedingt Schutzkleidung: Handschuhe, Schutzbrille und alte Kleidung.

Beginnen Sie unten an der Fassade und arbeiten Sie nach oben. So vermeiden Sie, dass das Produkt über bereits behandelte Bereiche nach unten läuft. Tragen Sie das Produkt großzügig auf, lassen Sie es jedoch nicht laufen. Es soll gut eindringen, ohne dass Streifen entstehen.
Arbeiten Sie nach dem „nass in nass“-Prinzip. Wenn die Fassade noch dunkel ist, aber nicht mehr glänzend nass, tragen Sie eine zweite Schicht auf. Das ist meist nach 10 bis 20 Minuten der Fall. Durch das Nass-in-nass-Verfahren erreichen Sie eine tiefere Penetration und damit eine länger anhaltende Wirkung.
Schritt 4: Trocknen und aushärten
Nach dem Auftragen muss das Produkt gut aushärten können. Das dauert in der Regel 24 bis 48 Stunden, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Achten Sie darauf, dass es in dieser Zeit nicht regnet. Prüfen Sie die Wettervorhersage, bevor Sie beginnen. Ideal ist trockenes Wetter bei Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad.
Die volle Wirkung sehen Sie erst nach etwa zwei Wochen. Dann ist das Produkt vollständig ausgehärtet und die Wasserabweisung am höchsten. Testen Sie es, indem Sie etwas Wasser gegen die Fassade spritzen. Es sollte als Tropfen abrollen, ohne einzuziehen.
Wie lange hält eine Hydrophobierung?
Die Lebensdauer einer Hydrophobierung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei einem qualitativ hochwertigen Produkt, korrekt aufgetragen, können Sie mit 8 bis 12 Jahren Schutz rechnen. Bei sehr porösen Fassaden oder Fassaden, die stark der Witterung ausgesetzt sind, kann dieser Zeitraum kürzer sein.
Auch die Ausrichtung der Fassade spielt eine Rolle. Eine Süd- oder Westfassade, die viel Sonne und Regen abbekommt, ist stärker belastet als eine Nordfassade. Die UV-Strahlung der Sonne baut die Schutzschicht langsam ab. Wind und Regen erledigen den Rest.
Sie merken, dass die Wirkung nachlässt, wenn Wasser nicht mehr gut abperlt. Imprägnieren Sie dann nicht sofort erneut. Oft ist nur die äußere Schicht geschwächt. Eine gründliche Reinigung kann bereits helfen. Erst wenn die Fassade nach der Reinigung weiterhin Wasser aufnimmt, ist eine neue Behandlung erforderlich.
Häufige Fehler bei der Hydrophobierung
Der erste häufige Fehler ist, zu früh nach der Reinigung zu beginnen. Viele denken, dass ein Tag Trocknungszeit ausreicht, doch die Fassade muss wirklich vollständig trocken sein. Feuchtigkeit in den Poren verhindert, dass das Hydrophobierungsmittel richtig eindringen kann. Nehmen Sie sich Zeit und warten Sie mindestens eine Woche.
Ein weiterer häufiger Fehler ist das zu dünne Auftragen, um Produkt zu sparen. Das wirkt kontraproduktiv. Zu wenig Produkt bedeutet eine unzureichende Penetration und damit eine eingeschränkte Wirkung. Anfangs scheint alles in Ordnung zu sein, doch nach wenigen Jahren ist der Schutz bereits wieder verloren. Halten Sie sich daher an die vom Hersteller empfohlene Menge.
Auch das Ignorieren beschädigter Fugen ist ein klassischer Fehler. Eine Hydrophobierung ist kein Wundermittel, das alles abdichtet. Sie schützt nur poröses Material, keine größeren Risse oder Löcher. Beheben Sie daher zunächst alle baulichen Mängel, bevor Sie die Fassade imprägnieren.
Zuletzt arbeiten viele bei ungeeigneten Wetterbedingungen. Bei Regen, Frost oder extremer Hitze funktioniert die Anwendung nicht richtig. Das Produkt kann nicht korrekt aushärten oder trocknet zu schnell, bevor es eindringen kann. Planen Sie die Arbeiten bei stabilem, trockenem Wetter und Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad.
Pflege nach der Hydrophobierungsbehandlung
Eine imprägnierte Fassade benötigt wenig Pflege, dennoch ist es nicht ratsam, gar nichts zu tun. Reinigen Sie Ihre Fassade etwa einmal pro Jahr mit einem weichen Gartenschlauch. So entfernen Sie Staub und Verschmutzungen, bevor sie sich festsetzen können.
Bei hartnäckigen Verschmutzungen dürfen Sie einen Hochdruckreiniger verwenden, jedoch mit Vorsicht. Ein zu hoher Druck kann die Schutzschicht beschädigen. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel mit Säuren oder Bleichmitteln. Diese greifen die Hydrophobierungsschicht an.
Kontrollieren Sie Ihre Fassade regelmäßig auf neue Schäden. Eine einzelne lose Fuge oder ein kleiner Riss lässt sich meist direkt reparieren. Behandeln Sie diese Stelle nach der Reparatur lokal erneut mit Hydrophobierung. So bleibt Ihre Fassade in einem optimalen Zustand.
Hydrophobierung und Nachhaltigkeit
Eine Frage, die immer häufiger gestellt wird, lautet: Ist eine Hydrophobierung umweltfreundlich? Die Antwort darauf ist differenziert. Traditionelle Hydrophobierungsprodukte auf Lösungsmittelbasis gelten nicht als besonders umweltfreundlich. Sie enthalten flüchtige organische Verbindungen, die sich negativ auf die Umwelt auswirken.
Glücklicherweise gibt es immer mehr wasserbasierte Alternativen. Diese enthalten deutlich weniger Lösungsmittel und sind daher umwelt- und gesundheitsfreundlicher. Der Schutz ist vergleichbar mit lösungsmittelhaltigen Varianten, auch wenn die Penetration manchmal etwas geringer ist.
Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist eine Hydrophobierung eigentlich eine sinnvolle Wahl. Durch den Schutz der Fassade beugen Sie Feuchtigkeitsschäden vor und verlängern die Lebensdauer des Mauerwerks. Das bedeutet weniger Wartung, weniger Reparaturen und damit langfristig einen geringeren Materialverbrauch.
Auch für den Energieverbrauch spielt dies eine Rolle. Eine trockene Fassade isoliert besser als eine feuchte. Feuchtigkeit im Mauerwerk erhöht die Wärmeleitfähigkeit, wodurch mehr geheizt werden muss. Eine imprägnierte Fassade hält das Gebäude trockener und damit im Winter auch wärmer.
Häufig gestellte Fragen zur Hydrophobierung
Kann man über Farbe imprägnieren?
Das hängt von der Art der Farbe ab. Über diffusionsoffene, mineralische Farben und Silikatfarben ist eine Hydrophobierung möglich. Über deckende Wandfarbe oder Latexfarbe ist sie jedoch nicht sinnvoll. Die Farbschicht blockiert die Poren, sodass das Hydrophobierungsmittel nicht eindringen kann. In diesem Fall muss die Farbe zunächst entfernt werden.
Wirkt eine Hydrophobierung auch gegen aufsteigende Feuchtigkeit?
Nein, eine Hydrophobierung hilft ausschließlich gegen durchschlagende Feuchtigkeit, die horizontal durch die Fassade eindringt. Bei aufsteigender Feuchtigkeit, die vertikal aus dem Erdreich nach oben zieht, ist eine andere Lösung erforderlich. In der Regel handelt es sich dabei um eine Mauerwerksinjektion mit einer Feuchtigkeitssperre.
Verändert eine Hydrophobierung die Farbe meiner Fassade?
Ein hochwertiges Hydrophobierungsprodukt verändert die Farbe nicht. Die natürliche Optik des Mauerwerks bleibt erhalten. Allerdings kann die Fassade etwas intensiver in der Farbe wirken, da sie nicht mehr durch Feuchtigkeit und Schmutz grau und matt erscheint. Viele empfinden diesen Effekt als optisch ansprechend.
Kann man im Winter imprägnieren?
Davon ist abzuraten. Die meisten Hydrophobierungsprodukte benötigen eine Mindesttemperatur, um korrekt auszuhärten. Diese liegt meist zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Zudem muss die Fassade trocken sein, was im Winter häufig nicht der Fall ist. Planen Sie die Arbeiten daher besser im Frühjahr oder Sommer.
Fazit: Schützen Sie Ihre Fassade vor Feuchtigkeit
Eine Hydrophobierung ist eine effektive und kostengünstige Methode, um Ihre Fassade vor durchschlagender Feuchtigkeit zu schützen. Sie beugt Feuchtigkeitsschäden vor, verlängert die Lebensdauer des Mauerwerks und sorgt für ein gesünderes Raumklima. Für ältere Gebäude oder Fassaden, die stark der Witterung ausgesetzt sind, ist sie nahezu unverzichtbar.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer guten Vorbereitung und der korrekten Anwendung. Achten Sie auf eine saubere, trockene Fassade, verwenden Sie ausreichend Produkt und arbeiten Sie nur bei geeigneten Wetterbedingungen. So entsteht eine Schutzschicht, die viele Jahre hält und Ihre Fassade optimal schützt.
Ob Sie die Hydrophobierung selbst durchführen oder einen Fachbetrieb beauftragen, hängt von Ihrem Budget und Ihrer Erfahrung ab. Für kleinere Flächen ist die Eigenleistung gut machbar. Bei kompletten Fassaden ist ein Fachmann oft die bessere Wahl. In beiden Fällen handelt es sich um eine Investition, die sich durch geringeren Wartungsaufwand und weniger Feuchtigkeitsprobleme auszahlt.
Haben Sie Fragen, welches Hydrophobierungsmittel am besten zu Ihrer Fassade passt? Oder wünschen Sie Beratung zur richtigen Anwendung? Kontaktieren Sie uns gerne – wir helfen Ihnen auf dem Weg zu einer trockenen, geschützten Fassade.